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Doktorarbeit Medizin

So wirst du »Dr. med.«

Du hast deine Approbation schon in der Tasche oder bist noch am Anfang deines Studiums? Die Frage nach der Dissertation kommt früher oder später bei jedem Medizinstudierenden auf. Dann musst du dich entscheiden: Doktorarbeit ja oder nein? Und wenn ja, welche?

Eine Frau sitzt im Labor neben einem Mikroskop und macht Notizen für ihre Doktorarbeit.
Wer sich für eine experimentelle Doktorarbeit entscheidet, verbringt viel Zeit im Labor. ©iStock/AlexanderFord

Lesedauer: 8 Minuten

Viele Medizinstudierende stehen irgendwann vor der Überlegung: Wie wichtig ist der Doktortitel? Benötigst du den „Dr. med.“ für eine Karriere an der Uniklinik oder ist er dir einfach persönlich wichtig? Ganz egal, warum du dich für eine Dissertation in der Medizin entscheidest, du solltest gut vorbereitet an die Sache herangehen.  

Wie plane ich die Doktorarbeit für Medizin?

Wenn du an deiner Uni promovieren willst, dann schau dir die Promotionsordnung deiner Universität genau an. Da stehen bereits viele wichtige Vorgaben wie Form, Umfang, Zulassung und Abgabefrist drin. Dann geht es an die Themenwahl und damit auch an die Art deiner Doktorarbeit. 

Welche Doktorarbeiten gibt es für die Medizin?

Für deine Dissertation kannst du zwischen vier verschiedenen Formen wählen. Und die unterscheiden sich so:

  • Experimentelle Doktorarbeit: Du spielst mit dem Gedanken, später an der Universität oder in der Forschung zu arbeiten? Dann ist die experimentelle Dissertation genau richtig für dich. Sie ist spannend und herausfordernd. Du verbringst sehr viel Zeit im Labor und forschst beziehungsweise experimentierst. Insgesamt ist diese Art der Promotion sehr aufwendig und dauert meist auch etwas länger als die Alternativen. Wichtig hierbei sind deshalb Ausdauer, Spaß an der Analyse und die Fähigkeit, selbst erhobene Daten zu verarbeiten und auszuwerten. 
  • Statistische Doktorarbeit: Deine Aufgabe ist es hier, Daten, die bereits erhoben wurden, zu analysieren und diese mit vorhandener Literatur zu ergänzen oder zu vergleichen. Diese Dissertation ist aufgrund der schon vorhandenen Daten weniger zeitintensiv. Dafür forschst du auch nicht selbst im Labor oder der Klinik, sondern steckst deine Nase hauptsächlich in Bücher und Statistiken. 
  • Klinische Doktorarbeit: Wie der Name schon sagt, arbeitest du für diese Promotion in der Klinik und gehst festgelegten Fragestellungen bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten nach. Dabei kann es sein, dass du selbst Daten erhebst oder dir schon fertige Berichte anschaust. Bei der ersten Studie hast du viel Kontakt zu Patient:innen, lernst schon viel für deinen späteren Arbeitsalltag. Vor allem, wenn du vorhast, als Fachmediziner:in zu arbeiten. Auch die klinische Doktorarbeit ist relativ zeitaufwendig und du schiebst vermutlich einige Extrastunden in der Klinik für deine Studien. 
  • Theoretische Doktorarbeit: Kommt eher selten vor und ist wirklich etwas für Bücherwürmer. Bei dieser Art der Promotion schreibst du auf der Basis von bestehender Literatur eine neue Dissertation. Geht dein Berufswunsch auch eher in den theoretischen Teil und du bist nicht darauf versteift, unbedingt engen Patient:innenkontakt zu haben, dann ist die theoretische Arbeit etwas für dich. 

Hol dir Unterstützung für die Promotion

Hast du dich für eine Variante der Doktorarbeit in der Medizin entschieden und ein Thema für diese gewählt, musst du einen Doktorvater oder eine Doktormutter finden. Nutze deine Kontakte an der Uni, um dich beraten und unterstützen zu lassen – nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch während der Promotion. Einige Unis bieten auch spezielle Kurse wie Literaturrecherche, Statistikkurse oder Doktorand:innenkurse an. Manche davon sind sogar verpflichtend für Doktorand:innen.  

Wie lange dauert eine Doktorarbeit?

Das hängt davon ab, welche Form der Dissertation du wählst und wie viel Zeit du nebenbei aufwenden kannst. Manche nutzen die Möglichkeit eines Freisemesters, andere schreiben während des Studiums an der Doktorarbeit. Ungefähr 250 Stunden solltest du im Durchschnitt einrechnen. Das variiert natürlich stark und hängt auch davon ab, ob du am Stück schreiben kannst oder dir immer wieder Zeitfenster setzen musst. 

 

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