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Nachtdienst in der Klinik

Tipps für einen wachen Kopf und Körper

Der Nachtdienst, gerade der erste, kann dich ganz schön nervös machen. Du fragst dich, wie du wach und aufmerksam bleibst und wie du die große Verantwortung schulterst? Unsere Tipps machen dich fit für die Nachtschicht.

Männlicher Arzt telefoniert am Schreibtisch während der Nachtschicht.
Mit einer guten Vorbereitung bist du fit für deine ersten Nachtdienste. © iStock / Drazen Zigic

Lesedauer: 6 Minuten

Die Nachtschicht in der Klinik ist gerade für junge Ärztinnen und Ärzte eine echte Herausforderung, denn nicht nur körperlich ist die Arbeit zu später Stunde anstrengend, auch der Kopf muss allzeit wach sein. Außerdem bist du nachts nicht von vielen Kolleginnen und Kollegen umgeben, die du schnell um Rat fragen kannst. Deshalb ist gute Vorbereitung umso wichtiger. Unsere Check-Liste gibt dir Tipps für einen gelungenen Nachtdienst.

Tipps gegen Müdigkeit im Nachtdienst

Komm satt und ausgeruht zum Dienst. Mach dir aber einen Tag vorher keinen Stress, wenn du nicht früher schlafen kannst. Das erzeugt zusätzlichen Druck, der dich garantiert um den Schlaf bringt. Während einer stressigen Schicht kann man das Trinken und Essen ganz schnell vergessen. Ausreichend trinken ist aber sehr wichtig, um fit zu bleiben. Und zwar am besten Wasser. Kaffee oder Energydrinks pushen kurzfristig, aber das anschließende Loch ist häufig umso größer. Auch dein Essen sollte bekömmlich sein, lieber Brot oder Müsliriegel statt Pizza und Pommes.

Dunkelheit macht müde

Schalte, wo es geht, Licht ein. Ist es zu dämmerig, hat die Müdigkeit leichtes Spiel. Wenn du nicht eh ständig auf den Fluren unterwegs bist, bewege dich während einer ruhigen Schicht regelmäßig. Das bringt den Kreislauf in Schwung. Lege außerdem kleine Pausen ein, um ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen und runterzukommen. Da reichen schon fünf Minuten. Danach ist dein Kopf wieder frischer.

Fordere dein Gehirn

Zu lange Pausen kannst du für Routinearbeiten nutzen: Arztbriefe schreiben, Ordner sortieren, Papiere abheften. Vielleicht nimmst du dir auch ein Sudoku oder Übungen für kognitives Training mit, die Konzentration hält den Kopf wach.

Vorbereitung ist alles

Nervös wirst du vor deinen ersten Nachtdiensten ohnehin sein. Eine gute Vorbereitung macht dich deshalb sicherer und du kannst dich auf deine eigentliche Arbeit konzentrieren. Mach dich deshalb im Vorfeld mit den Computerprogrammen, Passwörtern und Vorgängen vertraut. Dann weißt du Bescheid, wie man ein Konsil einfordert oder ein CT anmeldet.

Kanüle legen? Kein Problem

Handgriffe wie Blutabnahme oder Braunüle legen solltest du vorher üben und sicher sein. Dann bist du nachts nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen. Das gilt auch für das Vorgehen bei bestimmten Erkrankungen und die Übersicht über die wichtigsten Nummern (Labor, diensthabende Ärzte und Ärztinnen anderer Abteilungen, Notaufnahme etc.). Lege dir ein Notizbuch an, in das du diese Infos schreibst. So hast du sie immer zur Hand während deiner Nachtschicht. Dort kannst du auch alle anfallenden Aufgaben der Schicht eintragen. Dann kannst du besser priorisieren, was sofort getan werden muss und was noch etwas warten kann.

Außerdem solltest du Antworten auf folgende Fragen parat haben: Wie funktioniert der Piepser? Was muss ich alles im Kittel haben?

Erfahrung teilen

Um dich auf den Nachtdienst vorzubereiten, kannst du mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen sprechen. Was haben sie erlebt? Welche Tipps können sie dir geben? Vielleicht kannst du sie auch mal ein paar Stunden beim Nachtdienst begleiten und so die Atmosphäre kennenlernen. Auch das Pflegepersonal hat eine Menge Erfahrung im Nachtdienst und kann dich bei einigen Fragen unterstützen.

Hol dir Hilfe

Ganz wichtig: Du musst längst noch nicht alles wissen. Wenn du bei einem Fall unsicher bist, hole dir unbedingt Hilfe. Der Hintergrunddienst hat Telefonbereitschaft und ist für deine Fragen da. Auch dabei lernst du und wirst immer sicherer.

 

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