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Übernahmen

Investor:innen steigen in »Praxismarkt« ein

Die ärztliche Praxis als Investitionsobjekt? Immer mehr Unternehmen versprechen sich durch den Kauf von Praxen hohe Renditen. Eine Entwicklung, die mit Sorge betrachtet wird.

Die eigene Praxis ist für viele Mediziner:innen eine Investition in die Zukunft und Arbeitsumgebung – sie rückt aber auch immer mehr in den Fokus internationaler Investor:innen. Laut einer Recherche des NDR-Politik-Magazins »Panorama 3« sind zum Beispiel mittlerweile über 500 Augenarztpraxen in Deutschland im Besitz internationaler Private-Equity-Gesellschaften, also außerbörslicher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die auf hohe Renditen ihrer Investitionen setzen. Zum Nachteil für Ärzt:innen, die eine eigene Niederlassung planen, denn durch die regionale Dominanz einzelner Anbieter und damit monopolartiger Strukturen wird es für sie problematischer, eine Praxis zu übernehmen. Und auch Patient:innen spüren die Auswirkungen: Zum Beispiel beschweren sie sich über das offensive Anbieten von individuellen Gesundheitsleistungen sowie erhöhte Preise. Nicht zuletzt steht eine regionale Anbieterdominanz in Kontrast zur freien Ärzt:innenwahl. Auswirkungen, die Ärzt:innenvertreter und Kassenärztliche Vereinigungen kritisch betrachten, weshalb sie sich für eine Regulierung der Praxisübernahmen aussprechen.

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