Vom angestellten Arzt zum Praxisinhaber mit angestellten Ärzten

Dr. Stefan Weißer | Hausarzt in München

»Mein Weg in die Niederlassung war ein klassischer: Unzufrieden im Krankenhaus, wollte ich den Schritt in die Niederlassung gehen. Mein Ziel: höhere Lebensqualität und mehr berufliche Freiheit. Durch Zufall habe ich dann die Gemeinschaftspraxis in München-Giesing gefunden, in der ich zunächst als angestellter Arzt gearbeitet habe. Relativ schnell war ich mir dann mit dem bisherigen Praxisinhaber einig, sein Nachfolger zu werden. Seit dem 1. Januar 2016 bin ich jetzt alleiniger Praxisinhaber.

Aber schon vorher habe ich gemeinsam mit meinen Beraterinnen in der KVB überlegt, mit welchem Praxismodell ich Arbeit und Familie am besten unter einen Hut bekomme. Es klingt im Nachhinein fast lustig, dass ich vor der Beratung eigentlich nur das Modell Einzelpraxis kannte. Inzwischen arbeiten vier Fachärzte und drei Weiterbildungsassistenten in meiner Praxis, davon einige in Teilzeit. Nach meiner Erfahrung bringt die Arbeit in einem Team von dieser Größe für alle Vorteile: für Patienten, da immer jemand da ist; für uns Ärzte, da die geteilte Verantwortung bzw. Vertretungsmöglichkeit es uns ermöglicht, feste Arbeitszeiten einzuhalten und zuverlässig Zeit für Familie und Freizeit zu haben. Bei mir ist beispielsweise der Dienstagvormittag für die Familie reserviert, und an bestimmten Tagen bringe ich meine Kinder in den Kindergarten.

Ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg mit Hilfe der KVB gegangen bin, und kann nur jedem Nachwuchsmediziner raten, sich gut über die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten in einer Praxis zu informieren. Die Informationen von der KVB waren dabei immer absolut hilfreich. Die Berater denken aber auch in der Planung aktiv mit und diskutieren sämtliche Möglichkeiten durch. Inzwischen nehme ich auch am KVB-Patenprogramm teil, das besonders beim Erstellen der ersten Abrechnungen und Verordnungen nützlich ist.«