Förderung

Fördermöglichkeiten auf dem Weg in die Praxis

Die Kassenärztlichen Vereinigungen unterstützen deinen Weg in die Niederlassung mit verschiedenen Programmen. In unserer Übersicht findest du die Angebote geordnet nach Region.

Approbation, Facharztzeugnis – und los! Eine Übersicht über Angebote und Programme beim Start in die Niederlassung. Hier sind sie nach Region geordnet aufgelistet.

  • Baden-Württemberg

    Mit dem neuen Programm »Ziel und Zukunft« unterstützt die KV Baden-Württemberg die Niederlassung im Südwesten:

    Wo und was wird gefördert?

    In ganz Baden-Württemberg:

    • Hospitationen (Arzt zur Sicherstellung als Gast in einer haus- oder fachärztlichen Praxis: bis 2.500 – monatlicher Zuschuss (maximal drei Monate, also 7.500 Euro Fördergeld)
    • Tertial Allgemeinmedizin im Rahmen des PJ: bis 2.380 Euro Zuschuss


    In bestimmten Regionen (ZuZ-Fördergebieten):

    • Übernahme oder Neugründung einer Praxis: bis 80.000 Euro Anschubfinanzierung
    • Nebenbetriebsstätten/Zweigpraxen: bis 40.000 Euro Anschubfinanzierung
    • Anstellungen: bis 1.500 Euro monatlicher Zuschuss (maximal drei Jahre, also 54.000 Euro Fördergeld) und bis 5.000 Euro Ausstattungskosten

    Die Ansprechpartner für das Programm »Ziel und Zukunft« erreichst du unter Tel.: 0711 7875-3700 oder über zielundzukunft@kvbawue.de.

    Hier findest du die aktuelle Förderrichtlinie mit allen Einzelheiten und die Förderregionen veröffentlicht die KV Baden-Württemberg.

  • Bayern

    In (drohend) unterversorgten Planungsbereichen bezuschusst die KV Bayerns nach Beschlussfassung des Landesausschusses die Tätigkeit in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung nach abgeschlossener Facharztausbildung folgendermaßen:

    • Die Niederlassung in einer Praxis wird mit bis zu 90.000 Euro gefördert.
    • Die Errichtung einer Zweigpraxis wird mit bis zu 22.500 Euro gefördert.
    • Die Beschäftigung eines angestellten Arztes wird mit bis zu 4.000 Euro pro Quartal bei Vollzeitanstellung gefördert. 

    Zusätzlich unterstützt die KV Bayerns in unterversorgten Planungsbereichen die Ärzte/Psychotherapeuten in den ersten beiden Jahren ab der Niederlassung mit einer Praxisaufbauförderung. Des Weiteren werden Beschäftigung einer hausärztlichen / Präventionsassistentin in der kinderärztlichen Versorgung sowie einer nicht-ärztlichen Praxisassistentin in Vollzeit mit 1.500 Euro gefördert.

    Mehr Informationen zu den Förderangeboten gibt es bei der KV Bayerns. 

    Ansprechpartnerinnen bei der KV Bayerns sind Laura Schramm und Linda Neuner.

  • Brandenburg

    In Regionen mit bestehender oder drohender Unterversorgung werden niederlassungswillige Ärzte mittels Sicherstellungszuschlag und Investitionskostenzuschuss gefördert.

    Der Sicherstellungszuschlag beträgt

    ... in Regionen mit bestehender Unterversorgung:

    • 25.000 Euro bei Praxisübernahme
    • 20.000 Euro bei Neugründung einer Praxis
    • 10.000 Euro bei Weiterführung einer Praxis als Zweigpraxis
    • 7.500 Euro bei Neugründung einer Zweigpraxis

    ... in Regionen mit drohender Unterversorgung:

    • 25.000 Euro bei Praxisübernahme
    • 10.000 Euro bei Weiterführung einer Praxis als Zweigpraxis

    Der Investitionskostenzuschuss beträgt

    ... in Regionen mit bestehender Unterversorgung:

    • 25.000 Euro bei Praxisübernahme
    • 20.000 Euro bei Neugründung einer Praxis
    • 10.000 Euro bei Errichtung einer Praxis als Zweigpraxis

    ... in Regionen mit drohender Unterversorgung:

    • 25.000 Euro bei Praxisübernahme
    • 10.000 Euro bei Weiterführung einer Praxis als Zweigpraxis

    Ansprechpartnerinnen bei der KV Brandenburg sind Karin Rettkowski, Telefon 0331 2309 -320, und Elisabeth Lesche, Telefon 0331 2309 -267.

  • Bremen

    Die Niederlassung von Hausärzten und Augenärzten in Bremerhaven und Bremerhaven-Nord wird finanziell gefördert. Die Förderrichtlinie endet 2020.

    Ansprechpartnerin ist Marion Bünning bei der KV Bremen, Telefon 0421 3404 -144.

  • Hessen

    Die KV Hessen und die Krankenkassen fördern künftig die Niederlassung in Regionen, in denen Ärzte fehlen. Eine neue, gemeinsame Förderrichtlinie der KV Hessen, der Verbände der Krankenkassen und der Ersatzkassen in Hessen soll dafür sorgen, die Übernahme einer Praxis in solchen Gebieten für Ärzte attraktiver zu machen.

    Die KV Hessen und die Krankenkassen entwickeln damit den vom Hessischen Ministerium Soziales und Integration (HMSI) initiierten Hessischen Pakt weiter. Das Besondere daran ist ein schlankes Förderverfahren, das die zukünftige, kleinteiligere Bedarfsplanung bereits vorwegnimmt. Eine zielgenaue Förderung ist damit noch besser möglich. Die neue Förderrichtlinie sieht vor, dass jährlich bis zu 800.000 Euro aus dem Strukturfonds nach § 105 Abs. 1a SGB V eingesetzt werden.

    Bei der Zusammenstellung der förderungswürden Regionen haben sich die KV Hessen und die Krankenkassen auf Kriterien verständigt, die aus dem aktuellen Bedarfsplan abgeleitet sind. Damit wird die Niederlassung von Ärzten in bestimmten Gegenden gefördert. Weiterhin unterstützt die Richtlinie die Niederlassung in Regionen, in denen in den nächsten Jahren mehrere Praxen schließen werden, weil die Ärzte in den Ruhestand gehen.

    Um die Anfangsjahre in der eigenen Praxis zu erleichtern, erhalten Förderkandidaten bis maximal 55.000 Euro. Diese sind auszahlbar in fünf Jahrestranchen à 11.000 Euro. Alternativ können Ärzte die Fördersumme auch als Einmalbetrag in Höhe von max. 50.000 Euro zur Finanzierung hoher Anfangsinvestitionen erhalten.

    Ansprechpartner für interessierte Ärzte sind die BeratungsCenter der KV Hessen. Die Kontaktdaten findest du hier.

  • Mecklenburg-Vorpommern

    In Regionen mit bestehender (festgestellter) oder drohender Unterversorgung wird die Niederlassung (Neuzulassung oder Praxisübernahme) mit einem Investitionskostenzuschuss von bis zu 75.000 Euro gefördert. Näheres zu den Investitionskostenzuschüssen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern.

  • Niedersachsen

    In förderfähigen Planungsbereichen in Niedersachsen werden die Investitionskosten für Praxisgründer, bei einer Praxisübernahme und bei der Anstellung von Fachärzten bezuschusst.

    Ansprechpartner ist Thilo von Engelhardt bei der KV Niedersachsen, Telefon 0511 380-3335. 

  • Nordrhein

    Die KV Nordrhein fördert über einen Strukturfonds gezielt die hausärztliche Versorgung. In bestimmten Fördergebieten werden für Praxisübernahmen, Praxisneugründungen und Anstellungen von Hausärzten Investitionskostenzuschüsse von bis zu 70.000 Euro gewährt. Eröffnungen von Zweigpraxen in diesen Fördergebieten werden in besonderen Einzelfällen mit bis zu 10.000 Euro gefördert.

    Zudem werden einmonatige Praxishospitationen in Praxen der hausärztlichen Versorgung und einigen Facharztgruppen der allgemeinen Grundversorgung mit bis zu 6.000 Euro gefördert.

    Ansprechpartnerin bei der KV Nordrhein zur Förderung der Niederlassung ist Laura Erne, Telefon 0211 5970 -8892.

    Das Land Nordrhein-Westfalen fördert zusätzlich die Niederlassung in Gebieten mit bestehender oder drohender Unterversorgung mit bis zu 50.000 Euro.


    Die Höhe der Förderung beträgt:


    ?    bis zu 60.000 Euro bei Niederlassung oder Anstellung in einer Gemeinde, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht,
    ?    bis zu 30.000 Euro bei Niederlassung oder Anstellung in einer Gemeinde, in der die hausärztliche Versorgung auf mittlere Sicht gefährdet erscheint,
    ?    bis zu 10.000 Euro bei Gründung einer Zweigpraxis, Übernahme einer Zweigpraxis oder der Anstellung in einer Gemeinde, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht.


    Ansprechpartner sind die Niederlassungsberater der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.


  • Rheinland-Pfalz

    Förderung der Niederlassung

    Die KV RLP fördert gemeinsam mit den Krankenkassen die Niederlassung von Hausärzten und Fachärzten über einen eigenen Strukturfonds. Wer eine Praxis neu gründet oder übernimmt, eine Nebenbetriebsstätte einrichtet oder andere Vertragsärzte einstellt, kann gefördert werden. In förderfähigen Fällen stehen bereit:

    Förderung der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen

    Wenn du als Hausarzt in einer ländlichen Region tätig werden möchtest, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen auf Fördergelder des Landes Rheinland-Pfalz zurückgreifen. Der Förderbetrag je Zuwendungsempfänger beträgt einmalig bis zu 15.000 Euro. Die Einrichtung von Zweigpraxen wird besonders unterstützt. Bewilligungsbehörde ist das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Welche Voraussetzungen gelten und welche Unterlagen du bis wann einreichen musst, erfährst du auf der Website der Landesregierung.

  • Saarland

    Mit dem Strukturfonds schaffen wir attraktive Anreize dafür, dass wieder mehr Vertragsärzte die Zulassung oder Anstellung in drohend unterversorgten Regionen anstreben.

    Zusammen mit den Krankenkassen fördern wir...

    • Zuschuss zur Neuniederlassung bzw. Praxisübernahme mit bis zu 25.000,00 Euro
    • Zuschuss zur Beschäftigung eines angestellten Arztes mit bis zu 12.500,00 Euro

    Doch nicht nur »Neuniederlassungen« werden  von uns aktiv unterstützt.
    Hausärzte, die in Planungsbereichen mit einer festgestellten drohenden Unterversorgung tätig sind, profitieren ebenfalls:

    So erhalten Vertragsärzte?

    • die Gewährung einer Auszahlungsquote für Leistungen des Praxisbudgets in Höhe von 100% und
    • Zuschuss für die Fortbildung zur nicht-ärztlichen Praxisassistentin (=Verah) in Höhe von 1.800,00 Euro

    Ansprechpartnerin ist Frau Kerstin Häffner, 0681-99 83 70

  • Sachsen

    In Gebieten mit festgestellter Unterversorgung, drohender Unterversorgung oder festgestelltem zusätzlichem lokalem Versorgungsbedarf in Sachsen werden niederlassungswillige Haus- und Fachärzte mit einem Investitionskostenzuschuss und durch die Gewährung eines Mindestumsatzes gefördert. Ziel ist die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung. Details und Ausschreibungen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen.

    Ansprechpartner bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen sind

  • Sachsen-Anhalt

    In ausgewählten Regionen in Sachsen-Anhalt wird die Niederlassung bzw. Anstellung von Hausärzten, Augenärzten und Hautärzten durch Investitionskostenzuschüsse finanziell gefördert. Die Höhe der Förderung beläuft sich auf

    • bis zu 60.000 Euro für Praxisnachfolger und Ärzte in der Neugründung
    • bis zu 10.000 Euro für die Anstellung eines Facharztes
    • bis zu 10.000 Euro für Umzugskosten in Zusammenhang mit der Niederlassung bzw. Anstellung
    • bis zu 15.000 Euro für den Betrieb einer Zweigpraxis an einem ausgeschriebenem Standort

    Ansprechpartner ist Silva Brase bei der KV Sachsen-Anhalt, Telefon 0391 627 6338.

  • Schleswig-Holstein

    Die KVSH informiert über die verschiedenen Möglichkeiten der Niederlassung und deren Förderung.

    Wenden Sie sich bitte an die Abteilung Zulassung/Praxisberatung unter der Tel. Nr. 04551 883 255

  • Thüringen

    Überall in Thüringen, wo eine Unterversorgung droht, können Stiftungspraxen errichtet werden. Niederlassungswillige Ärzte haben bei diesem Modell die Möglichkeit, von Anfang an bei der Errichtung und Gestaltung mitzuwirken oder in Voll- oder Teilzeit angestellt zu werden.

    Ansprechpartner ist der Geschäftsführer der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen, Jörg Mertz, Telefon 03643 559 950.

    In Regionen, für die der Landesausschuss bestehende und in absehbarer Zeit drohende Unterversorgung bzw. zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf festgestellt hat, bietet die KV Thüringen unter bestimmten Voraussetzungen zudem an, die Niederlassung (Praxisneugründung, Praxisübernahme und/oder Sonderbedarfszulassung) mit bis zu 60.000 Euro zu fördern (Investitionskostenzuschuss in Höhe von 3.000 Euro/Quartal über maximal 20 Quartale).

    Ansprechpartner bei der KV Thüringen sind Mabel Kirchner, Telefon 03643 559-736, Ronald Runge, Telefon 03643 559-732, und Peter Hedt, Telefon 03643 559-736.

    Bei allen Fragen kannst du dich auch an den Ärztescout an der Uni Jena wenden: Christin Walther hat ihr Büro im Universitätsklinikum Jena; Bachstr. 18 (Haus 1, Raum 305); telefonisch ist sie unter 03641 9-33472 erreichbar.

  • Westfalen-Lippe

    • bis zu 50.000 Euro bei Niederlassung oder Anstellung in einer Gemeinde, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht,
    • bis zu 25.000 Euro bei Niederlassung oder Anstellung in einer Gemeinde, in der die hausärztliche Versorgung auf mittlere Sicht gefährdet erscheint,
    • bis zu 10.000 Euro bei Gründung einer Zweigpraxis, Übernahme einer Zweigpraxis oder der Anstellung in einer Gemeinde, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht.

    Ansprechpartner ist Ines Dickmann, Abteilung Praxisberatung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Telefon 0231 9432 9400.

    Die KVWL führt ein offizielles Förderverzeichnis der Versorgungsbereiche, in denen der Landesausschuss der Ärzte und der Krankenkassen für Westfalen-Lippe Beschlüsse über eine bestehende oder drohende Unterversorgung gefasst hat oder in denen darüber hinaus ein zusätzlicher lokaler Versorgungsbedarf festgestellt wurde. Auf Antrag gewährt der Vorstand der KVWL im Einzelfall besondere Maßnahmen zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung, wie zum Beispiel eine Umsatzgarantie zum Aufbau oder zur Aufrechterhaltung einer Praxis, die Übernahme von Kosten (Umzugs- und Einrichtungskosten, Kooperationskosten) oder Darlehen zum Praxisaufbau oder zur Praxisübernahme. Gefördert wird die Übernahme eines voll- oder teilzeitigen Versorgungsauftrages an den ausgewiesenen Standorten.