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Was ist Praxismarketing?

Wenn du dich fragst, was versteht man eigentlich unter Praxismarketing, lässt sich das knapp so definieren: Praxismarketing umfasst alle Maßnahmen, mit denen du das Profil deiner Praxis schärfst, Patient:innen informierst und deine Niederlassung nach außen analog und digital darstellst.

Zum Praxismarketing gehört deshalb sowohl deine Praxiswebsite als auch jede Form der Gestaltung deines Auftritts, etwa das Praxislogo oder eine Praxisbroschüre. Auch Anzeigen in Zeitungen, ein einheitliches Corporate Design oder kleine Give-aways zählen zu typischen Praxismarketing-Maßnahmen.

Wichtig ist dabei immer die Frage, als wer oder was willst du mit deiner Praxis wahrgenommen werden, zum Beispiel als hausärztliche Bezugsperson oder eventuell Spezialist:in auf einem Fachgebiet.

Die richtige Basis für dein Praxismarketing

Bevor du in konkrete Praxismarketing-Maßnahmen einsteigst, brauchst du einen klaren Ausgangspunkt. Überlege dir, welche Leistungen im Mittelpunkt deiner Praxis stehen und welche Menschen du damit erreichen möchtest.

Nimm dir dafür Zeit und beziehe am besten auch dein Praxisteam ein. Gemeinsam entwickelt ihr den Kern eurer »Praxismarke« – also das Profil, das Patient:innen mit eurer Praxis verbinden sollen. Gleichzeitig kannst du Verantwortlichkeiten für unterschiedliche Marketingaufgaben verteilen. Wenn dieser Markenkern steht, bildet er die Grundlage für alle weiteren Schritte.

Ein zentraler Baustein ist zudem der visuelle Auftritt deiner Niederlassung, das sogenannte Corporate Design. Dazu gehören unter anderem:

  • Logo
  • Farbauswahl
  • Schriftarten
  • einheitliche Gestaltung von Print- und Webmedien

So entsteht ein optischer Wiedererkennungswert, der deine Praxismarke sichtbar macht.

Praxismarketing-Maßnahmen planen

Sind Markenkern und Corporate Design definiert, kannst du gezielt Praxismarketing-Maßnahmen planen. Besonders wichtig ist eine durchdachte Kombination aus analogen und digitalen Angeboten.

Digitale Praxismarketing-Maßnahmen

Digitales Praxismarketing spielt eine zentrale Rolle, wenn du Patient:innen online erreichen möchtest. Dazu gehören vor allem:

  • eine eigene Praxis-Website mit Leistungsübersicht, Kontaktdaten und Eindrücken aus deiner Praxis
  • ggf. ein Social-Media-Kanal, über den du Einblicke in deinen Praxisalltag gibst und auf spezielle Leistungen aufmerksam machst

Wenn du digitales Praxismarketing planst, achte auf eine gute Bildqualität und eine stimmige Darstellung deines Corporate Designs. So vermittelst du Professionalität und machst deine Praxis im Netz leichter auffindbar.

Analoge Praxismarketing-Maßnahmen

Neben digitalem Praxismarketing bleiben klassische Maßnahmen weiterhin wichtig. Beispiele für Praxismarketing im analogen Bereich sind:

  • Praxisbroschüre mit Informationen zum Team, zu Leistungen und Kontaktmöglichkeiten
  • Visitenkarten mit Kontaktdaten und Nennung der Leistungsschwerpunkte
  • Praxisschild
  • Briefbögen für die Kommunikation
  • Rezeptvordrucke, etwa für Privatrezepte
  • Flyer zu einzelnen Leistungen
  • kleine Give-aways wie Kalender, Blöcke oder Stifte in der Praxis

Auch die Gestaltung der Praxisräume ist Teil des Praxismarketings: Du kannst zum Beispiel den Eingangsbereich und das Wartezimmer farblich an dein Corporate Design anpassen.

Reichweite steigern: Praxis bekannt machen

Zum Praxismarketing gehört auch, deine Reichweite zu erhöhen und deine Praxis gezielt bekannt zu machen. Anzeigen in Zeitungen, Magazinen oder auf Websites können helfen, auf deine Praxis aufmerksam zu machen.

Wähle die Kanäle passend zu deiner Zielgruppe:

  • Ältere Patient:innen sprichst du in der Regel gut über Printmedien wie Tagespresse oder lokale Anzeigenblätter an.
  • Jüngere Zielgruppen erreichst du oft leichter über das Internet, gegebenenfalls auch über einen eigenen Social-Media-Auftritt.

So kombinierst du digitales Praxismarketing mit klassischen Wegen und stellst sicher, dass deine Praxis dort sichtbar ist, wo deine Patient:innen unterwegs sind.

Praxismarketing: Was ist erlaubt?

Im Praxismarketing gilt: Du hast viele Möglichkeiten, aber es gibt auch klare Grenzen. Entscheidend ist, berufswidrige Werbung zu vermeiden.

Nicht erlaubt sind unter anderem:

  • Anpreisende Werbung mit übertriebenen, reißerischen Aussagen ohne prüfbaren Inhalt
  • Irreführende Werbung, die bewusst Fehlvorstellungen erzeugt, zum Beispiel durch Scheinqualifikationen oder unbelegbare Alleinstellungsmerkmale
  • Vergleichende Werbung, bei der du deine Praxis direkt mit anderen Praxen oder Einrichtungen vergleichst

Besondere Regeln gelten, wenn du über konkrete medizinische Verfahren informierst: Du darfst nicht mit Krankengeschichten, Empfehlungen, Gutachten oder Äußerungen Dritter werben.

Erlaubte Praxismarketing-Maßnahmen setzen auf sachliche, berufsbezogene Informationen, etwa zu deiner Weiterbildung, Zusatzbezeichnungen und besonderen Tätigkeitsschwerpunkten. Im Zweifel kannst du dich mit deiner zuständigen Ärztekammer abstimmen.

Beachte außerdem:

  • Anzeigen in Zeitungen sind erlaubt, eigene Beilagen dagegen nicht.
  • Informationsmaterial und Give-aways darfst du nicht an Orten außerhalb deiner Praxis bei anderen gesundheitlichen Leistungserbringern (z. B. in Apotheken) auslegen.

Mehr Informationen zum Thema Praxismarketing erhältst du bei der Verbraucherzentrale.

Überblick über das Praxismarketing behalten

Sobald du deinen Praxismarketing-Maßnahmenkatalog zusammengestellt hast, ist Organisation gefragt. Einige Aufgaben wie Corporate Design oder Printmaterial sind irgendwann abgeschlossen, andere Maßnahmen laufen dauerhaft.

Hilfreich ist zum Beispiel eine Statusliste, in der du deine Maßnahmen erfasst, den aktuellen Stand notierst und regelmäßige Updates einträgst. So behältst du die Übersicht, steuerst dein Praxismarketing bewusst und kannst Maßnahmen bei Bedarf anpassen.

Was sind die konkreten erste Schritte?

  • Definiere den Markenkern deiner Praxis (Leistungen, Zielgruppen).
  • Lege ein Corporate Design fest (Logo, Farben, Schriften).
  • Plane die Website und zentrale Materialien (Broschüre, Flyer, Praxisschild).
  • Wähle geeignete analoge und digitale Kanäle für deine Zielgruppe aus.
  • Lege eine Statusliste für alle Praxismarketing-Maßnahmen an und aktualisiere sie regelmäßig.

FAQ rund am das Praxismarketing

Was ist Praxismarketing?

Praxismarketing umfasst alle Maßnahmen, mit denen du deine Praxis nach außen präsentierst, Patient:innen informierst und dein Leistungsprofil sichtbar machst – von Website bis Praxisbroschüre.

Welche Praxismarketing-Maßnahmen sind sinnvoll?

Sinnvoll sind ein klarer Markenauftritt, ein stimmiges Corporate Design, eine gut strukturierte Praxis-Website, Praxisbroschüre, Flyer, Praxisschild sowie ggf. Social-Media-Aktivitäten.

Was gehört zu digitalem Praxismarketing?

Zum digitalen Praxismarketing gehören insbesondere deine Internetseite und mögliche Social-Media-Kanäle, über die du Leistungen, Kontaktmöglichkeiten und Einblicke in deine Praxis vermittelst.

Was ist beim Praxismarketing rechtlich erlaubt?

Erlaubt sind sachliche, berufsbezogene Informationen zu Qualifikationen und Schwerpunkten. Verboten sind berufswidrige, anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbeaussagen.

Wie kann ich meine Praxis bekannt machen?

Du kannst deine Praxis durch eine professionelle Website, Printmaterial, Praxisbroschüren sowie Anzeigen in passenden Medien und ggf. Social-Media-Auftritte bekannter machen.

Brauche ich für Praxismarketing ein Corporate Design?

Ein einheitliches Corporate Design mit Logo, Farben und Schriften ist keine Pflicht, erleichtert aber einen wiedererkennbaren Auftritt in allen Medien und wirkt professionell.

Wie behalte ich meine Praxismarketing-Maßnahmen im Blick?

Lege eine Statusliste an, in der du alle Maßnahmen samt Bearbeitungsstand dokumentierst und regelmäßig aktualisierst.

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