Interview

»Ich will Landärztin werden«

Victoria Buderus kam mit 14 Jahren aus Taschkent nach Deutschland. Anfangs besuchte sie die Hauptschule und sprach kein Deutsch. Heute ist die 30-Jährige Diplom-Biologin und Mutter einer Tochter, arbeitet in einer Klinik und studiert im Zweitstudium Medizin. Ihr Ziel: die eigene Landarztpraxis.

Ländliche Idylle in Rheinhessen: Hier wohnt Vicoria Buderus heute mit ihrer Familie. Sie kann sich gut vorstellen, sich später auch hier niederzulassen. © istock/Rklfoto

Victoria, du hast bei uns auf Facebook kommentiert, dass du Landärztin werden willst. Wie kam es dazu?

Den Wunsch hatte ich schon vor meinem Medizinstudium. Eine Famulatur in einer Landarztpraxis hier in Rheinhessen hat mich darin bestärkt. 

Warum hast du dort famuliert?

In der Praxis war ich das erste Mal, als mein Kind Husten hatte. Ich fand total super, was der Arzt dort macht, und habe mich einfach beworben. Weil hier in der Region starker Kinderarztmangel herrscht, gehen wir auch zu den U-Untersuchungen zum Allgemeinmediziner. 

Und wie war dann die Famulatur – was für eine Praxis ist das?

Das ist eine Einzelpraxis in einem Gesundheitshaus, in dem auch Heilpraktiker und Psychologen sind, früher auch eine Urologin. Ein medizinisches Team also, das die Patienten interdisziplinär betreut. Das wünsche ich mir auch für später: in einer Gemeinschaft zu arbeiten. Ich kann mir gut vorstellen, in eine bestehende Praxis einzusteigen, um von erfahrenen Kollegen zu lernen. Wenn man gerade aus dem Studium kommt, ist man offen gegenüber modernen Entwicklungen wie Telemedizin, so dass man zum Beispiel zu chronisch Erkrankten Kontakt über das Internet halten kann. Das ist eine gute Kombi, von der die Patienten profitieren.

Was ist dir von deiner Famulatur besonders in Erinnerung geblieben?

Eine Patientin, die eine schwere Sinusvenenthrombose überlebt hat. Und ganz generell das breite Altersspektrum vom Säugling mit Dreitagesfieber bis zur 95-Jährigen, deren Blutparameter gecheckt wurden. Es war deshalb nicht so langweilig, wie man immer sagt: Ein Landarzt sieht viele Krankheitsbilder und kann viele verschiedene Diagnostiken nutzen. Ich hatte vorher einen freiwilligen Ultraschallkurs besucht und konnte mit Einverständnis der Patienten während der Famulatur auch anwenden, was ich dort gelernt habe. Klar, schwere Fälle muss man an den Facharzt überweisen. Der dann aber auch jeden Tag die gleichen Symptome und Krankheitsbilder sieht. Der niedergelassene Kardiologe hat ja sozusagen auch immer nur Herzpatienten. So ist das eben in der Medizin – man sucht sich eine Spezialisierung.

Victoria, du hast bei uns auf Facebook kommentiert, dass du Landärztin werden willst. Wie kam es dazu?

Den Wunsch hatte ich schon vor meinem Medizinstudium. Eine Famulatur in einer Landarztpraxis hier in Rheinhessen hat mich darin bestärkt. 

Warum hast du dort famuliert?

In der Praxis war ich das erste Mal, als mein Kind Husten hatte. Ich fand total super, was der Arzt dort macht, und habe mich einfach beworben. Weil hier in der Region starker Kinderarztmangel herrscht, gehen wir auch zu den U-Untersuchungen zum Allgemeinmediziner. 

Und wie war dann die Famulatur – was für eine Praxis ist das?

Das ist eine Einzelpraxis in einem Gesundheitshaus, in dem auch Heilpraktiker und Psychologen sind, früher auch eine Urologin. Ein medizinisches Team also, das die Patienten interdisziplinär betreut. Das wünsche ich mir auch für später: in einer Gemeinschaft zu arbeiten. Ich kann mir gut vorstellen, in eine bestehende Praxis einzusteigen, um von erfahrenen Kollegen zu lernen. Wenn man gerade aus dem Studium kommt, ist man offen gegenüber modernen Entwicklungen wie Telemedizin, so dass man zum Beispiel zu chronisch Erkrankten Kontakt über das Internet halten kann. Das ist eine gute Kombi, von der die Patienten profitieren.

Was ist dir von deiner Famulatur besonders in Erinnerung geblieben?

Eine Patientin, die eine schwere Sinusvenenthrombose überlebt hat. Und ganz generell das breite Altersspektrum vom Säugling mit Dreitagesfieber bis zur 95-Jährigen, deren Blutparameter gecheckt wurden. Es war deshalb nicht so langweilig, wie man immer sagt: Ein Landarzt sieht viele Krankheitsbilder und kann viele verschiedene Diagnostiken nutzen. Ich hatte vorher einen freiwilligen Ultraschallkurs besucht und konnte mit Einverständnis der Patienten während der Famulatur auch anwenden, was ich dort gelernt habe. Klar, schwere Fälle muss man an den Facharzt überweisen. Der dann aber auch jeden Tag die gleichen Symptome und Krankheitsbilder sieht. Der niedergelassene Kardiologe hat ja sozusagen auch immer nur Herzpatienten. So ist das eben in der Medizin – man sucht sich eine Spezialisierung.