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Was ist eigentlich eine Approbation?

Die Approbation ist deine staatliche Zulassung, die es dir ermöglicht, eigenverantwortlich Medizin zu praktizieren. Die Approbation basiert auf der Bundesärzteordnung BÄO und der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO). Sie hat keine zeitliche Einschränkung und du darfst mit ihr in allen Bundesländern arbeiten.

Die Voraussetzungen für die Approbation

Damit du deine Approbation in den Händen halten kannst, musst du natürlich deine medizinischen Fachprüfungen erfolgreich absolviert haben und dann eine Approbationsurkunde bei den Behörden beantragen. Die zuständigen Ämter überprüfen, ob du fachlich, gesundheitlich und persönlich zur Ausübung des Ärzt:innenberufs geeignet bist. 

Wie läuft das mit der Antragstellung für die Approbation?

Ansprechpartner ist für dich die zuständige Bezirks- oder Landesregierung. Das heißt: Die Behörde, in dessen Bundesland du deine letzte Abschlussprüfung absolviert hast. Für deinen Antrag musst du eine ganze Reihe von Unterlagen vorlegen. 

Gut zu wissen: Du reichst zumeist beglaubigte Kopien der erforderlichen Dokumente ein, denn viele Verwaltungsbehörden senden für gewöhnlich keine Unterlagen zurück. Informiere dich aber zur Sicherheit vor der Antragstellung genau darüber, in welcher Form die zuständigen Ämter etwas von dir benötigen. Es kann Unterschiede je nach Bundesland geben und ggf. werden Originale angefordert.


Vom Landesprüfungsamt für Medizin:

  • beglaubigte Kopie des Prüfungszeugnisses über die ärztliche Prüfung

Vom Einwohnermeldeamt:

  • Polizeiliches Führungszeugnis Belegart 0
  • Geburtsurkunde

Vom Bürgeramt bzw. der Kreis- oder Stadtverwaltung:

  • Beglaubigte Kopie des Prüfungszeugnisses
  • Beglaubigte Kopie des Personalausweises
  • Beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde

Antragsformulare:

  • Antragsformular für die Approbationsurkunde: Das Antragsformular für eine Approbation erhält man in der Regel bei der zuständigen Behörde des Bundeslandes, in dem man die Ausbildung abgeschlossen hat.
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Formlose Erklärung über evtl. anhängige gerichtliche Strafverfahren (Formular zum Download auf der Website der Bezirksregierung)

Vom Hausarzt oder von der Hausärztin:

  • Beleg über bestandene gesundheitliche Eignungsuntersuchung


Wichtig zu wissen: Häufig haben Antragsteller:innen das Problem, dass ihre Unterlagen unvollständig sind. Das kann deinen Antrag verzögern. Du solltest also sicherstellen, dass alle erforderlichen Unterlagen vollständig und beglaubigt sind, bevor du den Antrag stellst. Eine Checkliste kann dir dabei helfen, nichts zu übersehen.
Informiere dich rechtzeitig über die Bearbeitungszeiten und halte den Kontakt zur zuständigen Behörde, um den Status des Antrags im Blick zu behalten.
Die Kosten für die Antragstellung variieren je nach Bundesland und Aufwand der Bearbeitung. Du musst mit ca. 150 bis 1.000 Euro rechnen. 

Wie lange dauert es, bis ich die Urkunde zur Approbation erhalte?

Wenn du alle vollständigen Unterlagen eingereicht hast, sagt die Bundesärzteverordnung Folgendes zum möglichen Bearbeitungszeitraum: Über den Antrag ist kurzfristig, spätestens drei Monate nach Vorlage der Unterlagen zu entscheiden. Die zuständige Behörde bestätigt dir binnen eines Monats nach Erhalt den Eingang der Unterlagen und des Antrags und teilt dir mit und den Empfang der Unterlagen und teilt dir mit, welche Unterlagen fehlen.

Kann ich die Approbation auch verlieren?

Es gibt Fälle, in denen du deine Zulassung tatsächlich verlieren kannst. Nämlich dann, wenn es gute Gründe gibt anzunehmen, dass du in Zukunft die berufsspezifischen Vorschriften und Pflichten nicht beachten wirst. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn du wegen unterlassener Hilfeleistung im Notdienst oder wegen Verschreibens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken verurteilt wurdest. Weitere Informationen dazu liest du in der Bundesärzteordnung (BÄO) oder auch in der Rechts-Kolumne des Virchow Bundes.

Tipps für einen reibungslosen Approbationsprozess

  • Plane frühzeitig! Informiere dich schon während deines letzten Studienjahres über alle Anforderungen. So vermeidest du unnötigen Stress in der Endphase.
  • Unsicher bei rechtlichen Fragen? Sprich mit Kommiliton:innen, die den Prozess bereits durchlaufen haben, oder wende dich direkt an die zuständige Behörde.
  • Deine Unterlagen sind dein Ticket zur Approbation. Erstelle eine Checkliste und hake jeden Punkt gewissenhaft ab. Vollständige Dokumente sparen dir wertvolle Zeit.
  • Und nicht vergessen: Manchmal dauert es etwas länger als erwartet. Halte dir für den Berufseinstieg einen Plan B bereit, falls sich deine Approbation verzögert. So bleibst du flexibel und kannst die Wartezeit sinnvoll nutzen.
     

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