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1. Deine Praxis, deine Regeln 

Eine eigene Praxis bedeutet, unabhängig und selbstbestimmt zu arbeiten. In der Praxis kannst du dein Umfeld und deinen Alltag frei gestalten. Das beginnt bei den Räumlichkeiten, die du nach deinen Vorstellungen einrichten kannst, und reicht bis zu den Abläufen und Verantwortlichkeiten. Für viele Mediziner:innen besonders wichtig: In der Niederlassung entscheidest du selbst, wie du deine Patient:innen behandelst und welche Therapie ihren Bedürfnissen am besten entspricht. 

2. Flexible Arbeitszeiten

In der Praxis gibt es keinen Schichtbetrieb und keine regelmäßigen Nacht- und Wochenenddienste. Die Arbeitszeiten sind flexibel und meist gut planbar. Natürlich gehst du auch Verpflichtungen ein und musst zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Sprechstunden pro Woche anbieten. Wie du dir diese Zeit einteilst, ist allerdings dir überlassen. Du kannst etwa Früh- oder Spätsprechstunden einrichten, einzelne Nachmittage freihalten und dir die Schreibtischjobs selbst eintakten. In der Gemeinschaftspraxis könnt ihr euch abstimmen, wie ihr euch die Verantwortung aufteilt. Und wenn du keinen vollen Arztsitz übernehmen möchtest, gibt es Möglichkeiten wie Job-Sharing oder die Teilzulassung.

3. Ihr seid das Team

In der eigenen Praxis bist du nicht nur Unternehmer:in, sondern auch Arbeitgeber:in. Du kannst selbst entscheiden, mit wem du zusammenarbeitest, wie viele medizinische Fachangestellte du beschäftigst oder ob du ein:e Praxismanager:in einstellst. Auch das Bild vom Einzelkämpfer bzw. der Einzelkämpferin in der Einzelpraxis greift zu kurz. Ihr könnt euch beispielsweise als Praxisgemeinschaft oder als Gemeinschaftspraxis zusammentun. Wer die Befugnis dafür hat, kann selbst Weiterbildungsassistent:innen oder Fachärzt:innen einstellen.

4. Langfristige Begleiter:innen

Viele Menschen sprechen ganz selbstverständlich von »ihrer« Ärztin oder »ihrem« Arzt: Denn oft entwickelt sich ein besonderes Vertrauensverhältnis, wenn Ärzt:innen ihre Patient:innen über Jahre begleiten. Diese langfristigen Patientenbeziehungen erleichtern eine individuelle Herangehensweise und Behandlung, und es gibt sie so nur im Praxenland. Die hohe Wertschätzung, die viele Praxisteams im Alltag erleben, spiegelt das wider.

5. Eigene Praxis, eigene:r Chef:in

In der eigenen Praxis bist du unternehmerisch verantwortlich – und profitierst direkt von deinem Engagement und Erfolg. Das eröffnet dir auch wirtschaftliche Chancen, denn in der eigenen Praxis sind die Verdienstmöglichkeiten in der Regel höher als in der Anstellung. Wenn dir die bürokratischen Auflagen und die Rolle als Unternehmer:in Respekt einflößen, kannst du dich gezielt darauf vorbereiten. Zum Beispiel bieten die Kassenärztlichen Vereinigungen neben individueller Beratung regelmäßig Seminare an, um dich fit für den Schritt in die Niederlassung zu machen. 

 

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