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Ein Herzinfarkt zeigt sich bei Frauen oft ganz anders als bei Männern: mit Übelkeit und Rückenschmerzen statt dem »klassischen« Brustschmerz. Und chronische Schmerzen werden bei Frauen statistisch häufiger als psychosomatisch eingeordnet. Solche Unterschiede sind keine Randnotiz, sie können mitunter über Leben und Tod entscheiden.

Ein Meilenstein für die Ausbildung

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) hat nun als eine der ersten Universitäten in Deutschland eine Professur für geschlechtersensible Versorgungsforschung eingerichtet.

Das bedeutet: Schon im Studium lernen künftige Mediziner:innen, wie biologische, hormonelle und soziokulturelle Faktoren zusammenspielen und Diagnosen und Behandlungen beeinflussen.

Darum ist das Fach relevant

Geschlechtersensible Medizin ist keine Nische, sondern gehört zur ärztlichen Praxis. Denn sie hilft …

  • … Fehldiagnosen zu vermeiden: Mediziner:innen lernen, welche Symptome je nach Geschlecht variieren können.
  • … effizienter zu behandeln: Sie sorgt dafür, dass Therapien noch zielgerichteter stattfinden und weniger Mehrfachuntersuchungen nötig sind.
  • … Patient:innen optimal zu versorgen: Egal ob Mann, Frau oder divers, geschlechtersensible Medizin unterstützt dabei, dass Mediziner:innen noch schneller und präziser praktizieren können.

Der Blick nach vorn

Der Lehrbetrieb beginnt im Wintersemester 2026/27. Von Anfang an sollen Forschung und Lehre auf diesem Gebiet ineinandergreifen und so den Weg für eine individuellere Gesundheitsversorgung ebnen.
 

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