An der Uni

»Was brauche ich wirklich?« – die richtige Ausstattung fürs Studium

Bücher, Kittel oder ein Ophthalmoskop? Was du wirklich fürs Medizinstudium brauchst, erfährst du in unserem Überblick.

Für dein Studium benötigst du nur wenige Gegenstände. Vieles kannst du auch gebraucht online kaufen. Bild: © iStock.com/gwolters

Lesedauer: 2 Minuten

Die Basics

Die meisten Gegenstände brauchst du eigentlich erst ab dem PJ, also dem Praktischen Jahr. Wirklich erforderlich sind ein Stethoskop, ein Reflexhammer und eine Diagnostiklampe. Du bekommst sie häufig auch als Set zusammen mit einem Venenstauer und einem EKG-Lineal, was ebenfalls nützlich ist. Die Kosten für solche Sets können bei 20, aber auch bei über hundert Euro liegen. Außerdem solltest du Präparierbesteck besitzen, denn dieses brauchst du im Präpkurs. Hierfür kannst du etwa 20 Euro einplanen. Auch essentiell: ein Kittel und ein Namensschild. Frage deine Klinik im Vorfeld danach, denn häufig wird beides gestellt. Weiteres Zubehör wird in der Regel eher relevant, wenn du dich spezialisierst –Ophthalmoskope oder Otoskope beispielsweise braucht man nur als Augen- und Ohrenärztin oder -arzt.

Nützliche Anschaffungen

Jedes einzelne Buch zu kaufen, das dir Dozenten, die Fachschaft oder Kommilitonen empfehlen, ist in etwa so realistisch, wie das Ziel, jede einzelne Vorlesung zu besuchen. Abwägen ist hier also wichtig. Wenn du Skripte oder Zusammenfassungen von Studierenden höherer Semester bekommen kannst, ist dies immer eine gute Sache. Anschaffen solltest du dir ein Buch, wenn du glaubst, viel damit und darin zu arbeiten. Wenn du ein sehr visueller Typ bist, ist es auch sinnvoll, sich ein Skelett-Modell anzuschaffen. Damit lassen sich Anatomie und Knochen leichter lernen.

Gebraucht kaufen oder nicht?

Natürlich lässt sich Geld sparen, wenn du nicht alles neu kaufst. Besonders bei Büchern lohnt sich ein Blick in Uni-Buchläden, Facebook-Foren und Mailverteiler oder Internetshops. Hier findest du viel gebrauchte Literatur, vor allem die Standardwerke. Investieren solltest du in Gegenstände, die dich lange begleiten werden. Darunter fällt beispielsweise das Stethoskop. Bei einem Stethoskop ist es wichtig, das Modell zu finden, das zu dir passt. Den ersten großen optischen Unterschied findest zu zwischen Einzel- oder Doppelschlauch-Stethoskop. Der Höreindruck ist bei beidem ähnlich. Besonders beliebt bei Anfängern sind Stethoskope mit Doppelmembran, da der Umgang hiermit sehr intuitiv ist – hier entscheidet nämlich dein Aufpressdruck darüber, welche Tonhöhe du am besten hören kannst. Neben der persönlichen Präferenz spielen bei Stethoskopen natürlich auch andere Faktoren eine Rolle: etwa ob sich Ohroliven oder die Membran austauschen lassen. Die Frage nach austauschbaren Elementen kann bei der Wahl eines Reflexhammers nicht weniger entscheidend sein. Lässt sich zum Beispiel der Gummipuffer ersetzen? All das gilt es zu klären, um möglichst lange etwas von deinen medizinischen Alltagshelfern zu haben.